Gelassen bei Ärger und Spaltung

Dem Ärger mit Achtsamkeit begegnen

Es ist im Alltag kaum zu übersehen. Corona bzw. die Corona-Maßnahmen spalten zur Zeit viele Menschen. Die einen sind wütend oder ängstlich über die sogenannten Corona-Leugner, die anderen sind wütend oder ängstlich über Menschen, die keinen Austausch bzw. keine anderen informationen oder Austausch darüber zulassen. Hier hilft es, diesen Situationen mit Achtsamkeit zu begegnen.

Wie läuft das mit dem Ärger?

Da sagt einer dem anderen seine Meinung, vielleicht noch in einem scharfen Ton und die andere Person fühlt sich angegriffen. Oft folgt auf einen „Angriff“ ein „Gegenangriff“ und das Ganze hört erst auf, wenn einer „gewinnt“ oder einer „verliert“ bzw. sich zurück zieht. 

Was passiert hier eigentlich?

Meist erfolgt zuerst eine körperliche Reaktion. Wie so oft. Unser Körper reagiert sofort. Vielleicht spüren wir einen Druck oder ein Kribbeln o.ä. Oft können wir anfangs überhaupt nicht „klar denken“. Geschweige denn uns „vernünftig“ in Worte fassen.
Daher auch als ersten Tipp: Erstmal tief durchatmen. Nicht nur einmal, sondern so lange, bis sich der Kopf einigermaßen klar anfühlt. Wenn uns vorher doch unfaire Worte rausrutschten, dann möglichst schnell der anderen Person mitteilen, dass es einem leid tut (natürlich nur, wenn es auch wirklich so ist). Achtsamkeit? Weit gefehlt.

Über wen oder was ärgern wir uns eigentlich? 

Man ärgert sich nicht über den anderen Menschen, sondern über Verhaltensweisen eines anderen Menschen. Warum? Weil sie etwas in uns ausgelöst, also getriggert, haben. 

Vielleicht wurde einer unserer Werte verletzt (z.B. Freiheit, Gerechtigkeit o.ä.) oder wir merken, dass wir selbst uns gar nicht gemäß unserer Werte oder Selbsteinschätzung verhalten. Und dass da eine Diskrepanz vorhanden ist. 

Wir bekommen den sprichwörtlichen Spiegel vorgehalten. Je mehr es uns ärgert, desto stärker ist die Diskrepanz in uns vorhanden. Vielleicht wird uns jetzt ein Verhaltensmuster bewusst (von dem wir gar nicht dachten, dass wir das noch in uns hätten) und nun ärgern wir uns maßlos. 

Was nun?

Der andere kann ja in der Regel nichts für unsere Reaktion auf sein Verhalten. Vorausgesetzt wir gehen davon aus, dass jeder Mensch in jedem Moment das Beste tut, was er gerade kann und uns nicht bewusst Schaden zufügen wollte.

Es gibt manchmal auch Phasen oder Abschnitte der Freundschaft oder Verbundenheit, die man mit bestimmten Menschen gemeinsam durchläuft, die zeitlich begrenzt sind. In der ersten Zeit fallen einem gar keine komischen Verhaltensweisen an der anderen Person auf. Und auf einmal, oft auch auslöst durch eine bestimmte Situation, häufen sich die Missverständnisse und es „knirscht“ immer öfter. Empfehlung: So schnell wie möglich klären, freundlich um ein Gespräch bitten. Das funktioniert natürlich nur, wenn eine Bereitschaft auf beiden Seiten vorhanden ist.

Wenn der andere sagt, er hätte sich über Verhalten xy an uns geärgert, dann sollten wir uns das auch (ohne Unterbrechung) anhören und idealerweise ein klärendes Gespräch suchen. Schwierig wird es nur, wenn der andere nichts sagt. Dann wird es sehr schwer. Und es gibt ja durchaus Menschen, die  lieber verdrängen, als sich einem Konflikt stellen.
Die Lösung: Wenn es zu keiner Klärung kommt, den Kontakt einschränken oder einschlafen lassen. 

Sobald Unstimmigkeiten auftreten, am besten so schnell wie möglich darüber reden! Im besten Fall lernen beide dadurch und entwickeln sich weiter. Das funktioniert natürlich nur, wenn man offen ist für Kritik. Das ist nicht immer einfach, aber immer die Sache wert. 
Wenn wir bereit sind, an uns arbeiten. 

Fazit: Unser eigener Ärger, der sich entzündet durch das Verhalten anderer, gibt uns immer wieder Gelegenheit, an uns zu arbeiten. 
Es ist immer leichter, mit dem Finger auf andere zu zeigen oder Veränderungen vom anderen zu verlangen, als bei sich anzufangen.  Aber sobald man selbst sich verändert, verändert sich der andere. Die Frage ist nur, wohin. 

Buddha wurde einmal gefragt „Was bringt Dir Meditation?“ Er antwortete „Nichts… Jedoch möchte ich Dir sagen, welcher Dinge ich mich dadurch entledigen konnte: Zorn, Angst, Depression, Angst vor dem Alter und dem Tod.“

Wenn Du regelmäßig meditierst, schaffst Du Ruhe in Deinem Geist. Regelmäßige Praxis trägt dazu bei, klarer und fokussierter zu denken und vor allem zu fühlen. Gerade in angespannten Zeiten nehmen wir oft genug nicht (mehr) entspannt wahr. Achtsamkeit heißt, im Moment sein.
Achtsamkeit trägt zu weniger Spaltung bei.

Und falls du (noch) mehr wissen möchtest, kannst du z.B.:  

Sei dir immer bewusst: Es ist alles da❣️

Alles Liebe,
Deine Petra🧡

„Reg dich nicht auf über Menschen oder Situationen, beide sind machtlos ohne deine Reaktion.“

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