Unterschied Achtsamkeit-Meditation

Mindfulness und Meditation – was ist der Unterschied?

Ab und zu sagt mir manch einer aus meinem Umfeld: Du machst zu viel, Du bist ja gar nicht achtsam.

Was also heißt eigentlich Achtsamkeit?

Achtsamkeit heißt, im Hier und Jetzt zu sein.
Den gegenwärtigen Moment wahrzunehmen ohne wenn und aber, ohne ihn zu bewerten.
„Einfach nur sein“. Ist das einfach? Manchmal ja, manchmal nein.

Wenn ich jetzt in diesem Moment, beim Schreiben dieser Zeilen, inne halte und „einfach bin“, dann nehme ich ein tiefes Glücksgefühl wahr. Warum? Weil ich diese Zeilen schreibe mit einem Gefühl tiefer Freude.
Unachtsam wäre, wenn ich jetzt denken würde „ach, wer weiß, ob das irgend jemanden interessiert, ich hab‘ ja nicht mehr so viel Zeit bis zu meinem nächsten Termin…, bringt das überhaupt etwas…?“
Ich glaube, Ihr habt jetzt zumindest eine Idee, was genau Achtsamkeit eben NICHT ist.
Keine Bewertung, kein Be- oder Verurteilen von Verhalten oder Personen. Kein Groll mit sich oder einer anderen Person. Eine liebe-voll freundliche Haltung gegenüber dir selbst und deiner Umwelt.

Einfach sein – das ist es. Und das alles liebevoll mit sich selbst und anderen.
Das Tun und das Sein werden eins.

Noch einfacher geht „einfach sein“ mit Unterstützung von Meditation.

Meditation wird häufig gleich gesetzt mit „zur Ruhe kommen“. Dabei gibt es überhaupt keine Garantie, dass man in der Meditation die gewünschte Ruhe findet. Letztendlich fokussieren wir uns dazu in der Meditation auf ein Mantra. Das kann der Atem sein oder das Zählen von 1 – 10 oder ein bestimmtes Wort oder ein bestimmter Satz, der uns gut tut.

Wenn Du Dich z.B. auf deinen Atem fokussierst, ist Deine Aufmerksamkeit dort hin gelenkt. Du nimmst wahr, wie du ein- und aus atmest. Sich vielleicht deine Bauchdecke oder dein Brustkorb (oder beides) hebt und senkt.
Und vielleicht nimmst du wahr, wie deine Gedanken abschweifen. Vielleicht denkst du schon daran, was du noch alles einkaufen musst auf dem Heimweg oder was du heute Abend essen möchtest. Oder welche To Do’s du heute nicht geschafft hast und woran du unbedingt noch denken willst…

Solche Gedanken verhindern, dass unser Geist zur Ruhe kommt. Was also ist zu tun in der Meditation? Sobald du merkst, dass du gedanklich abschweifst, denkst du wieder dein Mantra. Immer wieder und wieder. So trainierst du langsam deinen Geist, wie einen Muskel.
Das ist reine Übungssache. Und du wirst besser und besser, je öfter du übst.

Manchen „Ungeübten“ fällt es am Anfang schwer, überhaupt mit geschlossenen Augen still zu sitzen. Weil sie es so sehr gewohnt sind, immer etwas zu tun. Aber nur, wenn uns Dinge bewusst werden, können wir auch etwas verändern. Durch regelmäßiges Meditieren schulst du dein Bewusstsein und deine Wahrnehmung.

Und es ist ganz leicht: Du brauchst keine spezielle Ausstattung, um anzufangen. Z.B. könntest du in deinem Alltag sofort damit anfangen. Vielleicht nicht gleich im Bus oder in der U-Bahn, aber sobald du dich ungestört fühlst, setze dich hin und nimm drei tiefe Atemzüge. Schon dabei wird dein Körper zur Ruhe kommen. Dein Geist vielleicht noch nicht, aber das macht nichts. Alles beginnt mit einem ersten Schritt.

Lass uns das einmal zusammen üben:
Nimm Platz, so dass du sitzt, aber nicht im Sessel „hängst“. Sitze möglichst gerade. Deine Füße berühren den Boden und deine Hände liegen locker in deinem Schoß. Die Handinnenflächen dürfen gerne nach oben zeigen. Beim nächsten Einatmen nimmst du bewusst wahr, wie du die Luft durch die Nase einatmest und durch den Mund ausatmest. Das Ganze muss nicht unbedingt laut erfolgen, Hauptsache du atmest bewusst ein und aus. Vielleicht magst du dir am Anfang auch innerlich „ein“ und „aus“ sagen… Tu, was dir gut tut.

Eine Minute. Wenn Du nicht geübt bist, ist das ein toller Start.

Probiere das doch einmal mehrmals am Tag (vielleicht mindestens morgens und abends) aus. Beobachte, was passiert. Wie verändert sich dein Atmen? Deine Wahrnehmung?

Achtsamkeit ist im Hier und Jetzt sein und benötigt keine Meditation, gelingt aber mit ihr leichter.

Und wer weiß, vielleicht geht es dir dann wie mir. An manchen Tagen bin ich vielleicht sehr aktiv und busy, aber dabei achtsam und mit Freude dabei und an manchen Tagen vielleicht eher ruhiger und nicht soooo produktiv, einfach weil mir danach ist und ich auf mich und meinen Körper und Geist höre.

Probiere es aus: Jeden Tag 2 x eine Minute Atem Meditation. Wie geht es Dir damit?

Und falls diese Techniken dir nicht reichen, um deinen Zustand zu verändern, kannst du z.B. Podcasts hören (hier mein eigener Podcast – Your mindful heart), ein gutes Buch lesen, meinen Mindful-Weekly Newsletter abonnieren oder ein Mindful Coaching bei mir buchen 

Es ist alles da❣️

Von ganzem Herzen,
Deine Petra

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3 thoughts on “Mindfulness und Meditation – was ist der Unterschied?”

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